Das älteste FUTHARK (lt. Wikipedia)


Runen sind die älteste bekannte Schrift Nordeuropas. 
Sie unterschieden sich bisher in einer Hinsicht von vielen anderen Schriften: 
Man glaubte lange Zeit, dass Runen nicht allgemein gebräuchliches Kommunikationsmittel waren, sondern von nur einem begrenzten Personenkreis beherrscht und daher nahezu ausschließlich zu - im weitesten Sinne - religiösen/rituellen Zwecken sowie zur Dokumentation besonderer Ereignisse benutzt wurden.

Erneute Be-/Auswertungen alter Funde und neue Entdeckungen führten jedoch allmählich bei manchen Fachleuten zum Umdenken.
Heute gehen nun viele davon aus, dass die Runen und ihr Gebrauch doch viel weiter in den allgemeinen und alltäglichen Bereich hinein verbreitet waren.
Sehr interessant sind hier beispielsweise die Bücher von Prof. Rudolf Simek, die in vielen Bereichen ein ganz neues Licht auf das Leben und die Gebräuche (incl. des Gebrauchs der Runen) unserer Vorfahren, basierend auf sachlich-wissenschaftlicher Basis, werfen.  
 
Genaueres ist natürlich - mangels lebender Zeitzeugen - nicht bekannt
und Vieles wird ewig Mutmaßung bleiben.

Dies merkt man besonders bei der Interpretation und der Zuordnung heutiger Buchstaben und spezieller Bedeutungen zu den einzelnen Runen. Hier gibt es mindestens so viele unterschiedliche Meinungen und Ritual-Regeln wie Runen an sich.
Einige haben neben den echten, überlieferten Runen (neben den nordisch-germanischen Runenschriften gibt es z.B. noch die angelsächsische Variante, das Futhorc)
aus verschiedensten Gründen sogar neue oder erweiterte Runenschriften entwickelt.
Datei:Runen Themsemesser.jpg

Deswegen werde ich mich hüten, hier etwas dazu zu sagen oder konkrete "weise" Ratschläge zu geben.
Auch zum Missbrauch und Missdeutung der Runen durch Anhänger eines "gewissen 1000-jährigen Rassenwahns" äußere ich mich hier nicht weiter. Was ich davon halte, steht in meinem Statement.

Ein jeglicher muss die für ihn zutreffende (Be-)Deutung allein finden.
Im Internet und etlichen Büchern zum Thema (z.B. von E.Thorsson, GardenStone, R.Simek) vermag man genügend Informationen zu finden, ebenso sind interessierte und informierte "Laien" auf vielen Mittelalter-Veranstaltungen zu finden, die euch gern mit Rat und Tat zur Seite stehen.

So gilt auch hier: